Im Test: „Echtes“ Fotobuch von Saal Digital

Fotobuch von Saal Digital

Auf Einladung des Fotobuch-Anbieters Saal Digital konnte ich ein Fotobuch bestellen und dabei die Möglichkeiten durchspielen, die der Hersteller seinen unterschiedlichen Kundenkreisen bei der Erstellung anbietet. Der Anbieter selber war mir nicht unbekannt, nur bestellt hatte ich bei ihm noch nicht. Das hatte Gründe. Ob die sich bewahrheiten, zeigt sich in meiner Testbestellung.

Das große Unterscheidungsmerkmal von Saal Digital ist die fotografische Belichtung, mit der die Fotobücher und bis auf größere Formate meisten anderen Produkte hergestellt werden. Bei der Mehrheit der anderen Fotobuchanbietern kommen Digitaldruckmaschinen (meist von HP Indigo) mit Tinte zum Einsatz, Saal belichtet auf Fotopapier von Fujifilm mit digitalen Fotolaboren. Dabei muss ich zur Ehrenrettung der Tintenstrahldruckverfahren sagen, dass die allermeisten von uns die dabei verwendete Rasterung wenn überhaupt nur unter der Lupe erkennen können. Aber das Fotografenherz schlägt natürlich eher für eine Fotobelichtung und für Fotoabzüge mit ihrer eigenen Anmutung. Mehr lesen

Test Albelli Fotobücher

Ich liebe Fotobücher! Seit sicherlich über zehn Jahren stelle ich immer wieder mal Fotos zum Präsentieren in einem Fotobuch zusammen und habe sie bislang auf unterschiedliche Weise produziert beziehungsweise produzieren lassen. Für mein letztes Fotobuchprojekt konnte ich dank eines Gutscheins des Fotobuch Magazins (www.fotobuchmagazin.de/albelli-fotobuch-test.html) nun erstmals auch die Fotobuchqualität von Albelli (www.albelli.de) testen. Zudem kann ich Euch weitere zehn Gutscheine je 15 Euro Wert anbieten (genaueres weiter unten).

Für das Fotobuch stellte ich mir die Aufgabe mit Bildpaaren zu arbeiten. Der Begriff Bildpaare ist für mich dabei nicht eng gefasst: Es können sich zwei Bilder auf zwei Seiten gegenüberstehen oder etwa auch zwei Bilder gegen eines auf der Gegenseite gewichtet werden. Ein Extra war noch, das ich Fotografien und Gemälde paarte. Da ich nun thematisch kaum Überschneidungen zwischen meinen Fotoserien und den Gemälden, meist Acryl auf Leinwand, habe, war dies spannender als beispielsweise das Gegenüberstellen zweier Portraits. Zudem habe ich darauf geachtet, drucktechnisch schwierige Motive „einzuschmuggeln“, wie etwa sehr dunkle Motive oder subtile Farbverläufe. An den Gemälden im Fotobuch kann ich auch visuell sehr gut die Farbverbindlichkeit des Drucks beurteilen.

Hier nun einige Fotos des fertigen Fotobuchs; technisches und meine Beurteilung findet ihr weiter unten:

AlVorneN

Das Cover des Fotobuchs mit einem Motiv der Colored Earths in Mauritius.

 

AlHinten

Die Rückseite des hardcover-gebundenen Fotobuchs. Das Motiv der Vorderseite laüft um den übrigens beschrifteten Buchrücken und links daneben steht ein Foto transparent auf dem Hintergrund.

 

AlZweiMotive

Eine der Seiten mit Bild/Gemälde-Paarungen.

 

AlDoppelseiter

Vier Doppelseiten hintereinander habe ich mit solchen formatfüllenden Motiven über den Bund gestaltet. Die Passung ist exakt und dank der Planlage (LayFlat-Option) leiden auch derartige Panoramamotive nicht.

 

AlOffen

Das Fotobuch, aufgeschlagen. Bindung und Planlage sind gut zu erkennen.

 

Technisches:

Albelli ist ein Tochterunternehmen des niederländischen Anbieters Albumprinter BV, dessen deutsche Kunden von Köln aus betreut werden. Die Fotobücher werden im Digitaldruck hergestellt. Die Fotobücher lassen sich wahlweise online oder mit einer Fotobuch-Software (für Mac und Win) erzeugen. Diese habe ich auch verwendet. Die Software ist einfach zu verwenden, etwa durch automatische Befüllung aus einem Ordner mit Fotos. Man kann aber auch viele Gestaltungsfreiheiten genießen und sich künstlerisch austoben. Dabei wird die Positionierung der Fotos durch magnetische Raster gut unterstützt. Nicht ganz so gelungen finde ich die Rahmenoptionen, denn die Rahmen sind bei nicht quadratischen Bildern oft nicht gleichmäßig breit. Auch vermisse ich eine deutliche Auflösungswarnung, wenn die verwendeten Bilder eine zu geringe Größe haben. AlbelliFBSW

 

Verarbeitung, Bindung und Farbwiedergabe sind sehr gut gelungen. Bei der von mir verwendeten Option mit Planlage erhält man ein sehr hochwertiges und präsentierbares Fotobuch, wozu auch das Hardcover beiträgt. Es gibt übrigens auch Leinen-Einbände oder auch Leder. Die Schärfe ist eher Schulnote „Befriedigend“, sehr feine Details verlieren etwas. Dafür kann Albelli wiederum mit einer sehr exakten Tonwertwiedergabe bis in die Bildtiefen punkten – wichtig, wenn dunkle Bildstellen nicht zulaufen sollen oder man HighKey oder LowKey Motive verwendet.

Bestellung, Bezahlung, Lieferung: Sobald man mit der Arbeit an einem Fotobuch loslegt, hält einen die Albelli-Software über die entstehenden Kosten laufend auf dem aktuellen Stand. Fügt man etwa neue Seiten hinzu, wird auch der Preis direkt in der Gestaltungssoftware angepasst. Mit dem selbst via USB-stick unkomplizierten Upload startet dann der Bestellvorgang. Bezahlt wird wahlweise per Banküberweisung, Paypal oder Kreditkarte und nach Zahlungseingang wird verschickt. Zwischenzeitlich erhält man auch einen link zu einer Online-Vorschau des Fotobuchs, den man seinen FVerwndten und Freunden weitersenden kann. Der Versandpartner von Albelli ist – in meinem Fall leider – GLS. Dieses Unternehmen hat es nämlich noch nie fertiggebracht, mit eine Sendung zuzustellen und diesesmal war nicht mal eine Benachrichtigung auffindbar. Albelli könnte dafür einem wenigstens eine Trackingnummer anbieten, damit man über den Versandstatus informiert ist.