Von ganz oben: Die Erde als Kunst

Soengai Linoeangkajan © eoVision/GeoEye, 2013, distributed by e-GEOS

Ein Langstreckenflug nach San Francisco, ich wache auf und sehe aus dem Fenster nach unten. Dort zeigt sich mir gerade eine Landschaftsformation, die mich sofort an Mandelbrotmengen erinnert. Die Erde erscheint aus dieser Distanz manchmal, fern der Zivilisationsräume, als ein Kunstwerk, in dem ein mathematisches Regelwerk wirksam scheint. Manches sieht aus wie von großer Hand geformt, woanders erkennen wir das Kleine im Großen wieder.

Noch erstaunlicher sind da Details, die das noch fernere Satellitenauge erfasst. Im Folgenden zeige ich euch Bilder zweier Unternehmen, die solche Satelliteninformationen visualisieren. Denn Satellitenfotos sind allermeistens keine Fotografien im herkömmlichen Sinn. Die Informationen müssen erst zusammengesetzt und aufbereitet, „richtige“ Farben zugeordnet und die Erdwölbung berücksichtigt werden. Solche Ästhetisierung im weiteren Sinne finde ich einfach faszinierend:

Mawson Coast © eoVision/DigitalGlobe, 2013, distributed by e-GEOS
Mawson Coast © eoVision/DigitalGlobe, 2013, distributed by e-GEOS

 

(mare verlag) Teil des Ganges-Deltas.
(mare verlag) Westlicher Teil der Florida Keys.

Die oberen beiden Bilder stammen von der Firma eoVision aus Salzburg in Österreich, die unteren beiden von Claudius Diemer, der sich mit seiner Firma albedo39 Satellitenbildwerkstatt auf den ästhetischen Aspekt der Satellitenbildverarbeitung konzentriert. Aus den Veröffentlichungen beider Firmen will ich Euch folgende Bildbände empfehlen:

Das Gesicht der Meere – Claudius Diemer, mare verlag

Untouched Nature – Eisl, Mansberger, Schreilechner, eoVision

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