Probiert: Butterbirne

Butterbirne

Ich gehe ja gerne auf den Wochenmarkt, weil ich da im Kontrast zu den normierten Obst- und Gemüseangeboten in Supermärkten eine größere Auswahl habe. Und vieles auf dem Wochenmarkt stammt aus lokalen Anbau. So bin ich vor ein paar Tagen wieder dort unterwegs gewesen und beim Umherstreifen nach meinen „Pflichteinkäufen“ sehe ich da einen Korb mit, nun ja, ziemlich derbe aussehenden Birnen, die zu einem Spotpreis angeboten wurden. Auf der Angebotstafel stand „Butterbirnen“ und der Kilopreis – mehr nicht.

Schnell entschlossen und nach kurzem In-die-Hand nehmen (nein, sie waren nicht butterweich…) kaufte ich ein paar und ließ ich mir noch ein bißchen was dazu vom Verkäufer erzählen. Der wusste auch nicht viel außer dass er jeden Herbst ein paar Steigen davon ersteht und es Saisonware ist, die nur ein paar Wochen verkauft wird. Und sie seien ungespritzt und auch sonst nicht irgendwie behandelt.

Butterbirnen

Die Butterbirne hat ein recht dicke und raue Schale die fast schon rostig überzogen ist. Die Schale lässt sich aber leicht schälen. Das Kernhaus ist klein mit flachen Kammern, es bleibt also viel Frucht über. Und dann der Geschmack: Der hat mich positiv überrascht: Saftig und leicht feinsäuerlich und bis zum Nachgeschmack von zunehmender Würze. Ich habe sie solo, mit Camenbert und in Müsli (mjam) gegessen – immer gut!

Ich hatte in meinem Leben noch nie von Butterbirnen gehört, dabei scheinen sie doch recht verbreitet zu sein. Die, die ich erstanden hatte, habe ich später im Internet als Gellerts Butterbirne identifiziert. Einige Baumschulen haben den Baum dieser Züchtung im Angebot und in einer Beschreibung heißt es „Sie zählt zu den köstlichsten Herbstbirnen, eine edle Marktfrucht und eine Perle für den Eigenbedarf.“ Gezüchtet wurde sie um 1838 in Frankreich. Nun, für mich eine neue Entdeckung auf dem Markt, nach der ich im nächsten Jahr wieder Ausschau halten werde.

Der Apfel im Hintergrund des Fotos stammt übrigens aus dem Garten meiner Bekannten Hennie – sie war froh um jeden Abnehmer.

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