Ein Atlas der Gefühle

Gefühle

In Gruppentherapien ist es eine weitverbreitete Technik, die Teilnehmer dazu zu bringen, ihre Gefühle zu benennen. Ein einfaches „Ich fühle mich gut“ oder „Alles ok“ reicht da nicht als Antwort. Und fast immer werden bei den Patienten Widerstände zu Tage treten. Und ich behaupte, nicht nur den „Therapiebedürftigen“, sondern der Mehrheit von uns geht es so.

Zwei Dinge sind dabei zu unterscheiden: Wie gut kann ich meine Gefühle wahrnehmen? Und wie gut kann ich meine Gefühle benennen oder ausdrücken?
Das erste, die Wahrnehmung, ist etwas ganz Natürliches. Nur gibt es aber viele Mechanismen, die Wahrnehmung seiner Gefühle zu unterdrücken, Bewusstseins-Filter dafür aufzubauen, oder zu versuchen, sie zu ignorieren. Aber sie sind da (immer!), diese Gefühle, sie lassen sich nicht beiseite schieben, und sie bewirken etwas. Mehr lesen

Statt Bildfilter: Neuronale Netze machen Kunst

Bildfilter

Neue Computing-Techniken in der Bildverarbeitung faszinieren gerade Unmassen von Smartphone-Besitzern. Neben dem aktuellen Hype um Pocémon Go, der wohl erste massentauglichen Augmented-Reality-Anwendung, hat auch die aus Russland stammende App Prisma für Aufsehen gesorgt. Die macht per Artificial Intelligence (AI) aus Handy-Fotos wirklich ansehnliche Kunstwerke. Wie das geht und aussieht, welche Technik dahinter steckt und welche Alternativen es zu Prisma gibt, beschreibe ich in diesem Artikel. Mehr lesen

Nachbarschaft 2.0 – Deine Hood online vernetzt

Nachbarschaft

Gerade bekommen Online-Nachbarschaftsnetzwerke in Deutschland ein Momentum – die Anzahl der lokal basierten Netzwerke steigt rasant. Auch ich bin jetzt in einer solchen Vernetzung der Nachbarschaft dabei und halte die Idee für sehr sinnvoll. Hintergründe, meine ersten Erfahrungen und meine Einschätzungen kannst Du hier lesen.

Nachbarschaft – egal wie man dazu steht – macht einen guten und wichtigen Teil unserer sozialen Beziehungen aus. Wo in ländlichen Gegenden die Nachbarschaft neben Vereinen einen weiter hohen Stellenwert hat, scheint die Anonymität der Städte und Zunahme der Single-Haushalte weniger gelebte Nachbarschaft zu bewirken. Dabei sind die Deutschen hilfsbereiter als früher. Mehr lesen

Rilke schaut den Buddha an

Links: Portrait Rainer Maria Rilke von Paula Modersohn-Becker, 1906 – Rechts: Buddha-Amithaba-Statue

Mit Rainer Maria Rilkes Werk habe ich mich die vergangenen Jahrzehnte meines bisherigen Lebens kaum beschäftigt. Eine dunkle Erinnerung an die Schulzeit, und ein paar nebenher gehörte Vertonungen einiger seiner Gedichte, das war es dann auch schon. Obwohl ich eine ausgesprochene Leseratte bin – Gedichte lagen mir nicht. Oder besser gesagt, ich hatte dafür keine Rezeptivität. Seit ich praktizierender Buddhist bin, hat sich mein Verhältnis zur Lyrik jedoch gründlich geändert.

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Zweischneidig: Mikro-Gefühlsausdrücke erkennen

Mikro-Gefühlsausdrücke

Gustave Courbert – Le Désespéré

Menschen können gar nicht anders, als ihre Gefühle im Gesichtsausdruck zu zeigen, und sei es auch nur für den Bruchteil einer Sekunde. Das mit dem Bruchteil ist für Mikro-Gefühlsausdrücke wörtlich zu nehmen. Die sieben kulturell unabhängigen Gefühlsausdrücke Freude, Wut, Angst, Trauer, Überraschung, Verachtung und Ekel lassen sich nicht verbergen.

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