Blog den Welttag: Ich verlose endlich Kokain

(Verlosung beendet)

So, das war jetzt zu verlockend, das e in endlich in der Titelzeile klein zu schreiben. Denn es muss heißen „Endlich Kokain“. So lautet der Titel des frisch reingeschneiten Buchs von Joachim Lottmann, dem – wer hat´s erfunden – Popliteratur-Autoren. Der das Talent hat, Bücher in die Welt zu setzen, die erst nach 81 Verrissen (Zählung des Autoren zu „Mai, Juni, Juli“) von einsichtigen Redakteuren geadelt werden. Ein Mann, der den langen Atem gelernt hat.

Einen langen Atem muss auch seine Hauptfigur Stephan Braum in „Endlich Kokain“ beweisen, um, nach fast dreiviertel der Seiten, sich statt all der Verschnitte endlich reines Kokain durch die Nase ziehen zu können. Solch einen Anlauf brauchte einst Sigmund Freud, dessen tolle Erfahrungen mit dem Giftschnee in Braums W.T. (Wissenschaftlichen Tagebuch) nachgespurt werden sollen, nicht nehmen. Nun ist es aber soweit – und die Wirkung, deren Beschreibung unnötig ist, dann auch bald vorbei. „Selbst bei reinem Kokain hat man einen 25-prozentigen Stimmungsabfall über eine halbe Woche. Am Strand von Acapulco kann man aber damit umgehen“, meint die erfahrene, junge Xenia, die spurenziehende Begleiterin von Braum (weil der mehr Koks hat als der alte Architektensack in Südfrankreich).

Dabei war Braums Ziel beim Koks-Konsum doch ursprünglich nur das Abnehmen. Fernsehredakteur, frühpensioniert mit und wegen 135 kg Lebendgewicht, zunehmend schlanker im Verlauf des Buchs, stellt Braum zudem ein wachsendes Ego an sich fest, das ihn mittenhinauf in die Angesagtheit der Wiener Kunst(schnee)szene befördert, bei der alles so echt ist, wie sich auf Koks Wasser unter der Dusche wie Champagner prickelnd anfühlt, aber doch nur Wasser ist. Lottmanns Buch ist die Klischeeerhöhung eines Milieus, in der sich anscheinend alle Protagonisten selber erhöhen müssen, und das auf eine ziemlich lästerliche, satirische und komische Art. Das Grande Finale gibt es dann, mit Schmäh, in Berlin. Und dort treten dann die Celebrities, die jetzt das Feuilleton so gerne entdeckt und in seinen Buchbesprechungen aufzählt, mit Echtnamen und angedeutet noch gehäufter auf. Name dropping erspare ich mir aber und empfehle das Buch auch so als absolut lesenswert.

LogoBloggerLesefreude

Zum Welttag des Buches und im Rahmen der Aktion „Blogger schenken Lesefreude“ verlose ich ein reines, unverschnittenes Exemplar von „Endlich Kokain“ (erschienen im KiWi-Verlag) unter allen Kommentaror/innen, die mir folgende Frage beantworten:

Wie helft Ihr eurer Kreativität auf die Sprünge?

(Ich hoffe drogenfrei…)

Die Teilnahmefrist läuft bis Freitag, den 2. Mai 2014, 23:59 Uhr. Keine Mehrfachteilnahmen, Rechtsweg ausgeschlossen. Gewinnbekanntgabe am 03.05.

 

—–

 

Die Verlosung ist beendet. 22 TeilnehmerInnen hinterließen mir einen Kommentar, ich habe den Zufallsgenerator von random.org angeworfen und gewonnen hat – tata – Sanny E., die ihrer Kreativität ausgerechnet mit Büchern auf die Sprünge hilft. Gratulation!

29 Gedanken zu „Blog den Welttag: Ich verlose endlich Kokain

  • 23. April 2014 um 15:15
    Permalink

    Durch viel Reisen und neue Eindrücke 🙂

    Antwort
  • 23. April 2014 um 15:52
    Permalink

    Hallihallo! Ich bin durch deinen Kommentar bei mir hierher gelangt… und da mich das Buch anspricht, dachte ich, ich versuche es mal :o)
    Liebe Grüße *valessa

    Antwort
  • 23. April 2014 um 18:38
    Permalink

    Ich schwöre manchmal auf die Kopfstandtechnik: Problem bzw. Fragestellung auf den Kopf stellen und das Gegenteil des Gesuchten bedenken. Die Absurdität zieht den Kreativitätsblockadenstopfen im Kopf, weil Nonsens so viel leichter zu finden ist als Lösungen – und ganz selten ist das Gegenteil des Gegenteils sogar die Antwort auf die ursprüngliche Frage.

    Antwort
    • 24. April 2014 um 00:45
      Permalink

      like! Den Gegenteiligkeitsansatz hole ich auch manchmal hervor.

      Antwort
  • 23. April 2014 um 20:04
    Permalink

    Tja, ich kann leider machen was ich will, ich bin einfach null kreativ 😀 Ich habe es einfach als ein Persönlichkeitsmerkmal von mir akzeptiert und komme auch ohne wunderbar zurecht (;

    Antwort
  • 23. April 2014 um 20:40
    Permalink

    Mich inspiriert freie Zeit und schöne Stoffe…

    LG Sandra

    Antwort
  • 23. April 2014 um 22:32
    Permalink

    Mir helfen oft Spaziergänge auf die Sprünge. Diese leichte Bewegung an der frischen Luft regt eben die Denktätigkeit an, und man sieht auch was anderes und wird dadurch angeregt.

    Antwort
  • 24. April 2014 um 00:29
    Permalink

    Earl Grey, und wenn das nicht hilft Musik 🙂
    Kokain soll ja auch Stephen King bei „The Shining“ unter die Arme gegriffen haben, aber so weit würde ich niemals gehen. Trotzdem stelle ich mir diesen Roman, und natürlich auch „The Shining“, super unterhaltsam vor.

    LG, Katarina 🙂

    Antwort
    • 24. April 2014 um 01:29
      Permalink

      Oh, bei Stephen King war da noch mehr, lies mal seinen „Doctor Sleep“ dazu. In solchen Zuständen hat er seine beängstigendsten Bücher geschrieben.

      Antwort
  • 24. April 2014 um 12:35
    Permalink

    Inspiration holen, in Bastel- und Dekoläden, in urigen Kneipen, die mit viel Liebe von den Betreibern eingerichtet wurden oder einfach in der Natur die Augen und Ohren offen halten!

    Antwort
  • 24. April 2014 um 18:31
    Permalink

    Hallo,

    nein mit Kokain mache ich es dann doch nicht, aber vielleicht genau mit dem Lesen dieses Buches 😉
    Bücher inspirieren mich, sie halten meinen Geist frisch, bringen neue Ideen und tun einfach gut! Lesen ist doch die beste Alternative und darum hoffe ich, ich habe Glück, um meine Kreativität wieder ein Stück zu erweitern 😉

    Antwort
  • 24. April 2014 um 21:26
    Permalink

    Hey, wenn es Kokain zu gewinnen gibt, mache ich natürlich auch mit! Wie ich meine Kreativität wecke? Am meisten fällt mir beim Joggen ein, da kommen mir die besten Ideen!

    Danke für die Verlosung! Gruß aus Limburg

    Jörg

    Antwort
  • 25. April 2014 um 07:16
    Permalink

    Mit einem klassischen Dreiklang^^ Putzen, Schlafen, Sport. Wenn mein Kopf abschalten kann, kommt er auf die tollsten Ideen.

    Lg
    Eva

    Antwort
  • 25. April 2014 um 09:33
    Permalink

    Guten Morgen!!
    … ich schwöre ja auf grünen Tee und seit neuestem auf Matcha – der macht kreativ UND wach. 🙂
    Schöne Aktion, tolles Buch – bin sehr gerne dabei! 🙂

    Antwort
  • 25. April 2014 um 12:33
    Permalink

    Die wilden Drogenzeiten sind lange vorbei und so beflügelt heutzutage – neben Natur und Kunst – authentischer, freundlicher Kontakt zu meinen Mitmenschen meine Kreativität.

    Sonnige Grüße!

    Antwort
    • 25. April 2014 um 19:58
      Permalink

      like! Metta.

      Antwort
  • 25. April 2014 um 17:10
    Permalink

    Hurra, hurra, der Mann mit dem Koks ist da! Schönes Buch, was Du da verlost, da muss ich einfach mitmachen! Mich inspirieren am meisten gute Gespräche mit Freunden oder Fremden!
    LG Lars

    Antwort
  • 25. April 2014 um 18:18
    Permalink

    Ich bringe meine Gedanken mit Balkongärtnerei zum Fließen. Oder mit stumpfsinniger Hausarbeit. Ganz ehrlich.

    Antwort
  • 25. April 2014 um 19:42
    Permalink

    Durch Lesen! aber auch Spielen (ob videospiele, Brettspiele oder Pen&Paper Games), Wandern und Fotografieren. (:
    Das Buch klingt super interessant und wandert, sollte ich nicht gewinnen, auf jeden fall auf meine Wunschliste.
    Ich würde mich sehr freuen teilzunehmen!

    Antwort
    • 25. April 2014 um 19:57
      Permalink

      Segler Erdbeere – ich habe deine mail-Adresse aus dem Kommentar gestrichen – hab sie aber noch. (Nur für den Fall, dass die emailschlürfenden Netzkrabbler hier auftauchen.)

      Antwort
  • 25. April 2014 um 21:01
    Permalink

    Huhu 🙂

    Da ich letzt eine enorm lustige Kritik zu diesem Buch las, versuche ich mal mein Glück. Inspiration hole ich mir, indem ich in eine Ausstellung/ein Museum etc gehe und mich mit Dingen beschäftige, die eben nicht in meinem Alltag stattfinden. Funktioniert meist ganz gut..wobei ich Gedankenblitze auch unter der Dusche/in der S-Bahn/ an der Supermarktkasse bekomme..mein Gehirn ist komisch 😉

    Liebe Grüße, Leona

    Antwort
  • 27. April 2014 um 10:43
    Permalink

    Huhu,
    also, im kleinen Sinne…mit einer Runde joggen, mal den Kopf frei kriegen 🙂
    Viele Grüße

    Antwort
  • 28. April 2014 um 17:43
    Permalink

    Genussmittel statt Rauschmittel. Ich setze mich in eine stille Ecke mit einer Tasse Tee und starre die weiße Wand an. Dann lehrt sich mein Kopf und nach 10min habe ich die besten Einfälle 🙂
    LG Lexa

    Antwort
  • 28. April 2014 um 20:29
    Permalink

    Hallo,
    herzlichen Dank für die Verlosung!
    Mich inspiriert die Natur, neue Ideen habe ich meistens beim Nordic Walking.
    Liebe Grüße
    Gabi

    Antwort
  • 2. Mai 2014 um 13:36
    Permalink

    Meine Kreativität ist zwar ein verspieltes Luder … aber meistens kann ich mich ganz gut darauf verlassen.

    Am besten ist es, wenn ich mich wirklich hinsetze und einfach drauflosschreibe.
    Aber bis ich so weit bin … ich lerne immer noch, NICHT erst mal alle anderen To-Do-Listen abzuarbeiten, den Haushalt in Ordnung zu bringen, die Blumen zu gießen oder sonstewie zu prokastinieren.

    Ich lerne, bei mir zu bleiben, mich nicht von Chaos, Unordnung, den Ansprüchen anderer aus meiner Mitte reißen zu lassen.

    Kon-ZENTRIERT bei mir bleiben – das ist immer wieder eine Herausforderung. Wenn mir das gelingt, ist die Kreativität nicht weit weg.

    Allerdings, so nach Stundenplan und auf Kommando „Jetzt sei doch mal kreativ!!!“ – da zeigt sie mir dann doch auch gerne mal eine lange Nase. Meine Kreativität, das Luder.

    Danke für die Verlosung. Meine sind leider schon zu Ende …

    Antwort
  • 2. Mai 2014 um 19:10
    Permalink

    Hallo,
    gute Frage 😉
    Also mit viel Kaffee und Gesprächen mit FreundInnen oder auch gern mit Fremden!
    Liebe Grüße
    Bettina

    Antwort
  • 3. Mai 2014 um 15:52
    Permalink

    Danke für die Verlosung und Glückwunsch an Sanny!

    Antwort
  • 10. Mai 2014 um 20:01
    Permalink

    Hallo!
    Vielen Dank für deine nette Mail. Leider hat das Los jemand anderen gezogen, aber ich wollte doch mal bei dir vorbeischauen 🙂
    Schöner Blog, gefällt mir gut!
    Und wo finde ich jetzt die St. Petersburger LC-A Bilder? 😉

    Schöne Grüße,
    Conny

    Antwort
    • 10. Mai 2014 um 21:57
      Permalink

      Oh, die Lomo-Bilder sind analog. Ende der 1990er Jahre habe ich mal ein paar eingescannt, aber die finde ich jetzt nicht mehr. Die Papierabzüge hingegen schon.

      Antwort

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.